Heat Shell

Testbericht Heat Company Shell



welche für das einlegen von Wärmepads gedacht ist. Somit lassen sich die Hände auch noch mit aktiver Wärme warm halten. Sollten die beiden Lagen inkl. Wärmepads immer noch nicht ausreichend sein, so lässt sich auch noch die Polar Hood (ein noch größerer Fäustling) über die Shell ziehen, um auch den kältesten Bedingungen standhalten zu können.



 

 

 

 

Als Liner habe ich die Wind Liner Pro gewählt. Diese Handschuhe bestehen aus Polartec® Wind Pro® Fleece und sind schon wind- und wasserabweisend. Zugegeben  reichen die Liner alleine für die meisten Bedingungen in Deutschland schon aus. So nutze ich diese Handschuhe bei Temperaturen um 0 °C und fühle mich damit ausreichend wohl, obwohl ich in der Regel eher dazu tendiere, schnell kalte Finger zu bekommen. Da ich gerne auch in Bedingungen unterwegs bin, wo es dann doch noch kälter und dazu auch noch nass und windig sein kann, habe ich mir zusätzlich noch die Shell dazu gekauft. Die verwendete Primaloft® Gold Isolierung verspricht dabei zusätzlich eine größere Wärmeleistung und die verwendete Mikrofaser einen besseren Schutz vor Wind und Wetter. Getestet habe ich die Fäustlinge,

 



 

Ende November zum black friday war es endlich soweit und ich habe mir die Shell der Heat Company® zu meinen Wind Linern Pro gekauft.


Bei den Handschuhen von der Heat Company® handelt es sich um ein Handschuh System, welches aus drei Lagen besteht. Die Liner stellen dabei die Socken dar. Diese sind für sich schon relativ warm, lassen aber immer noch genug Fingerspitzengefühl, um zum Beispiel eine Kamera zu bedienen. Die Finger-kuppen des Daumen-, Zeige und Mittelfingers sind Touchscreen tauglich. Darüber kommt die Shell, prinzipiell ein großer Fäustling der über den Liner gezogen wird. Der Clou an diesem Fäustling ist, dass sich der Teil, welcher die Finger bedeckt, abklappen lässt. So lassen sich die Finger nutzen, ohne dass der ganze Handschuh ausgezogen werden muss. Dies gilt auch für den Daumen, der separat aufgeklappt werden kann. Eine Besonderheit der Liner und der Shell Handschuhe stellt eine kleine Tasche dar,

 

 

 

 

 

jeweils ohne Wärmepad, bei einem kleinen Spaziergang im Teutoburger Wald bei etwa 0 °C und leichtem Wind und nochmals bei etwa −5 °C und starkem Wind auf der Wasserkuppe. So empfinde ich die Fäustlinge für Temperaturen um die 0 °C schon zu warm und habe diese dann doch schnell wieder ausgezogen. Auf der Wasserkuppe haben mir diese Handschuhe jedoch deutlich mehr Lebensqualität beschert. So waren in dieser Nacht mein Objektiv und mein Stativ bereits vereist, meine Hände waren aber angenehm warm. Bei dem beißenden Wind und den kalten Temperaturen habe ich mich immer sehr gefreut, meine Finger in dem Fäustling etwas aufwärmen zu können. Beim Fotografieren habe ich meine Finger einfach freigelegt und konnte die Kamera problemlos bedienen. Die Finger werden dann zwar etwas kälter, sind aber immer noch durch den Liner geschützt. Die Handflächen bleiben aufgrund der Shell weiterhin schön warm.


Zum Aufklappen des Handschuhs muss erst der Reißverschluss geöffnet werden, welcher die Finger im Inneren des Handschuhs versteckt. Zum leichteren Öffnen des Verschlusses ist ein kleines Band mit Lederfläche an dem Schiebergriff angebracht. Auf diese Weise lässt sich der Reißverschluss selbst dann problemlos öffnen, wenn die zweite Hand in der Shell geschlossen ist. Nach dem Öffnen des Verschlusses lässt sich der obere Teil des Fäustlings aufklappen und mit einem Magnetverschluss befestigen. So liegen die Finger frei ohne dass der abgeklappte Teil die Fingerfertigkeit beeinflusst. Der Daumen lässt sich auf die gleiche Weise freilegen, hat aber einen Klettverschluss. Nach einer Nacht im Frost ging mir diese Bewegung bereits „in Fleisch und Blut“ über.

Um die Wärmeleistung noch weiter zu optimieren, lässt sich der Fäustling noch mit zwei Kordeln

festziehen. Auch an diesen Kordeln ist ein kleines Bändchen mit Lederfläche angebracht, um die Kordeln mit geschlossenem Fäustling bedienen zu können.


Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass es sich bei der Shell von der Heat Company® nicht nur um einen sehr warmen, sondern auch um einen sehr gut durchdachten Handschuh handelt. Alle Funktionen des Handschuhs lassen sich auch mit geschlossenem Handschuh bedienen und ich kam bisher nicht einmal in die Situation, den Handschuh ausziehen zu müssen, weil ich mit den Kordeln oder den Verschlüssen nicht klar gekommen bin. Durch das Freilegen der Finger, kann ein Großteil der Fingerfertigkeit beibehalten werden. So lässt sich mit angezogenem Handschuh die Kamera weiterhin bedienen, es kann eine warme Tasse Tee eingegossen oder auch der Rucksack geöffnet werden.

Somit kann ich die Shell jedem empfehlen, der einen warmen Handschuh für wirklich ungemütliche Bedingungen haben möchte. Für Temperaturen um die 0 °C und  leichtem Wind, ist der Handschuh etwas überdimensioniert. Da würden die Liner  ausreichen. Für mich ist es jedoch der beste Handschuh den ich je hatte.